Mit dem Derbystar Apus TT DB geht Derbystar, wie inzwischen bei vielen Modellen, einen neuen Weg. Bälle, die früher handgenäht waren, werden nun überwiegend in einer Hybridkonstruktion gefertigt. Der Apus TT DB kostet auf der Derbystar-Webseite rund 32 Euro, ist im Handel jedoch häufig bereits für 15 bis 20 Euro erhältlich. Damit gehört er zu den sehr verbreiteten Trainingsbällen.
Der Ball besitzt eine klassische 32-Paneel-Struktur sowie eine typische Golfball-Oberfläche, wie sie bei vielen Derbystar-Trainingsbällen zum Einsatz kommt. Optisch wirkt der Apus TT DB klassisch und funktional. Er ist klar als Trainingsball positioniert und nicht als hochwertiger Spielball.

Spielverhalten
Der Derbystar Apus TT DB besteht aus einem sehr elastischen Material. Dadurch beschleunigt er beim Schuss recht schnell. Der Ball zieht zügig an, kann dabei jedoch gelegentlich leichte Flatterbewegungen zeigen. Diese fallen nicht extrem aus, sind aber vorhanden.
Das Anschneiden des Balls ist nur eingeschränkt möglich. Für den Trainingsbetrieb, für den der Ball konzipiert ist, reicht es aus. Wer gezielt viel Effet spielen möchte, wird mit griffigeren oder hochwertigeren Bällen jedoch besser zurechtkommen.
Durch die hohe Elastizität zeigt der Apus TT DB ein entsprechend starkes Sprungverhalten. Für die Halle, Bolzplätze oder sehr harte Untergründe ist er deshalb weniger geeignet. In solchen Situationen kann der Ball beim Auftippen unkontrolliert abspringen und sich schwerer sauber annehmen lassen.

Die Golfballstruktur sorgt bei Nässe nur bedingt für besseren Grip. Insgesamt ist die Oberfläche eher rutschig und bietet keine besonders hohe Griffigkeit. Bei trockenen Bedingungen ist das im normalen Training noch akzeptabel, bei Nässe merkt man die Schwäche deutlicher.
Langlebigkeit und Verarbeitung
In meinem Fall weist der getestete Ball eine leichte Unrundheit auf und scheint eine minimale Eierform zu haben. Diese war bereits von Beginn an vorhanden. Bei anderen Exemplaren dieses Modells konnte dieses Problem jedoch nicht immer festgestellt werden, weshalb es sich vermutlich um einen Einzelfall handelt.
Das Material des Balls ist relativ weich. Dadurch kann er grundsätzlich anfälliger für Dornen oder scharfkantige Steine sein. Im Test traten zwar keine tiefen Schnitte oder starken Beschädigungen auf, dies könnte aber auch an günstigen Nutzungsbedingungen gelegen haben.
Bei früheren Derbystar-Bällen mit ähnlicher Bauweise, etwa dem Hyper Pro TT, kam es häufiger zu Oberflächenbeschädigungen. Im Vergleich dazu wirkt der Apus TT DB insgesamt etwas stabiler konstruiert.

Fazit
Der Derbystar Apus TT DB ist mit einer Ein-Sterne-Bewertung und dem FIFA Basic-Siegel ausgestattet. Damit positioniert er sich im unteren Drittel der Trainingsbälle. Spieltechnisch ist er dennoch besser als viele einfache Adidas-Trainingsmodelle.
Kritisch ist jedoch die Qualitätskontrolle. Während mein Derbystar Brillant TT DB Probleme mit dem Ventil zeigte, weist dieser Ball auch eine leichte Unrundheit auf. Das wirft Fragen hinsichtlich der Konstanz bei der neuen Derbystar-Trainingsball-Generation auf.
Ein Preis von rund 30 Euro ist für die gebotene Konstruktion etwas grenzwertig. Im Bereich von 20 bis 25 Euro ist der Ball jedoch klar empfehlenswert. Da er online häufig deutlich günstiger angeboten wird, kann er trotz seiner Schwächen viel Trainingsspaß bieten.
Derbystar Bundesliga v26

Derbystar Apus v24

Derbystar Apus v23

Derbystar Apus v24

Derbystar Apus X-Tra

Derbystar Apus S-Light v23

Derbystar Apus Light v23

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